Wozu braucht der Mensch Design in der Kommunikation?

Einerseits: Wie sähen eigentlich all die Alltagsgegenstände wie Stühle, Telefone, Broschüren, Autos, Bücher, Knöpfe etc. ohne sinnvolle Gestaltung und einprägsame Botschaft aus? Sie würden zwar „irgendwie“ ihren Zweck erfüllen, wären jedoch unpraktisch und ineffizient. Virtuelle Räume wie Websites, Klickbuttons und Menüfenster wären trostlose Codewüsten; im besten Falle wie im Introfilm der Matrix-Trilogie. Ja, selbst das Arbeitsgerät, an dem sie entworfen werden, der Computer, wäre ein uninspirierter Kasten, der nicht unbedingt zum Arbeiten einladen würde. Einiges davon wäre sogar ohne den Gestaltungswillen der Designer höchstwahrscheinlich nicht einmal existent.

 

Andererseits: Die Reizüberflutung durch vielfältige Produkte, die an Austauschbarkeit grenzen, unterliegen der gnadenlosen Produktselektion. Sie werden, falls kein eindeutiger Vorteil zu erkennen ist, einfach bis zur Verkümmerung ignoriert. Weil der Konsument sie gefühlsmäßig nicht braucht, wecken sie weder seine Wahrnehmung noch sein Interesse.

 

Was also kann oder gar muss der Designer tun, um Produkten eine unverwechselbare Aura zu verleihen?

 

Als freier Grafikdesigner und Art-Direktor mit langjähriger Projekt- und Kampagnen-Erfahrung, mit einem
sicheren Gespür für technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Trends, versuche ich mit jedem neuen Projekt, Wege und Mittel zu finden, Gewohntes aus dem vorhandenen Kontext zu lösen und neu zu definieren, den Mut zu haben, zu verwerfen, was nicht funktioniert und neu zu überdenken, einen Perspektivwechsel zu wagen. Indem ich gegen vermeintliche Regeln und Normen verstoße, das Alltägliche mit Ungewohntem durchkreuze, entstehen oft überraschend neue und aufmerksamkeitsstärkere Kommunikations- und Design-Lösungen.

 

Davon profitiert der Kunde, der ein Logo und eine Visitenkarte als Teil einer Geschäftsausstattung in Auftrag gibt, genauso wie derjenige, der umfangreiche Print- und Web-Projekte realisieren möchte.